20 Apr

Am 1. Mai begann die Jagdzeit auf das Reh

Am 1. Mai begann die Jagdzeit auf das Reh – Ab sofort ist heimisches Wildbret verfügbar

Am 1. Mai geht der Bock auf! Das heißt, die Jagdzeit auf das heimische Reh, genauer gesagt Rehböcke und Schmalrehe, beginnt! Wer frisches Wildbret genießen will, sollte nicht bis zum Herbst warten, sondern jetzt zugreifen, denn das zarte Wildfleisch eignet sich bestens als Grillfleisch oder für schnelle Pfannengerichte, Braten und vieles mehr.

Vor Beginn der Jagdzeit haben die Jägerinnen und Jäger ihre Waffen auf eine sichere und genaue Funktion getestet und die Hochsitze überprüft. Grundvoraussetzung neben der Schießfertigkeit ist das richtige „Ansprechen des Wildes“, also das Erkennen von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Tieres. Denn nur so ist eine tierschutzgerechte Jagdausübung möglich. Gefragt ist vor allem aber Geduld: Durchschnittlich sind sieben bis zehn Ansitze von jeweils zwei bis drei Stunden erforderlich, bis ein Stück Rehwild erlegt ist. Lohn der Mühen ist neben dem Jagderleben dann ein schmackhaftes Wildgericht.

Als Wildbret wird ausschließlich Fleisch von heimischen Wildtieren bezeichnet, die dem Jagdrecht unterliegen. Dazu gehören beispielsweise Rehwild und Schwarzwild. Wenn von einem Wildgericht die Rede ist, dann muss es nicht immer ein deftiger Feiertagsbraten im Spätherbst sein. Gerade jetzt zur Jagdsaison bietet sich Wildfleisch als hervorragende, fettarme und ernährungsphysiologisch wertvolle Alternative an.

Schon ab dem 1. Mai können die Verbraucher auf frisches Wildfleisch aus heimischen Revieren zurück greifen. Jeder Jäger, der Wildbret selbst vermarktet, hat sich strengen EU-Regeln zu unterwerfen, die neben den hygienischen Standards eine optimale Rückverfolgbarkeit und damit besten Verbraucherschutz gewährleisten.

Das ist die beste Gelegenheit beim örtlichen Jäger nach frischem Wildbret zu fragen.
Die relativ stressfreie Lebensweise des Wildes in der freien Natur, seine Bewegungsfreiheit und seine abwechslungsreiche Nahrung aus Kräutern und Gräsern sind für den Wohlgeschmack des Wildfleisches verantwortlich. Es ist reich an Mineralstoffen und enthält sehr wenig Fett. Es ist aufgrund seiner speziellen Eiweißzusammensetzung besonders wohlschmeckend und leicht verdaulich.

In Deutschland werden hohe Maßstäbe an Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln gelegt. Dies ist bei billigem Import-Wild oft fragwürdig.

1. Der Rücken (das Zimer):

Im Ganzen ein festlicher Braten, Teile als Kotelett oder ausgelöst ein herrliches Kurzbratenstück oder zarte Schnitzelchen.

2. Die Keulen (der Schlegel):

Vielseitig zu verwenden: Als Bratenstück, Ragout, Rollbraten, Schnitzel oder als Rouladen.

3. Die Schulter (das Blatt):

Eignet sich gut für „Schäufele“, als Braten oder ausgelöst als Rollbraten, Rouladen und Ragout.

4. Der Hals:

Ausgelöst ein sehr gutes Gulasch- oder Rouladenfleisch.

5. Die Brust (die Wände/Flanken):

Eignet sich sehr gut zum Auskochen für schöne, dunkle Wildsoßen oder ausgelöst als schönes Stück Rollbraten.
Rezept-Tipp von der Vorsitzenden des Jagdschutzvereins Roding

Rehrücken auf „Waidfrau‘s-Art“ Rezept nach Emmi Preis (für ca. 4-6 Personen)„Es ist des Jäger’s Ehrenschild,
dass er beschützt und hegt sein Wild“ „Waidmännisch jagt wie sich’s gehört,
den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“

„Frisch auf den Tisch“

Rehrücken mit selbstgemachten Spätzle und Rosenkohl

ergänzend Blaukraut oder verschiedene Salate.

Zutaten:
Für die Beize:


Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter

2-3 Wacholderbeeren

2 große (nicht zu klein geschnittene) Zwiebel

2 Prisen Salz

2-3 Nelken

1 Tasse Essigessenz weiß

3 gelbe Rüben grob geschnitten


Für den Braten:

Ca. 1,5 kg Rehrücken frisch aus „Jäger’s Hand“

50 g Butter

2 gelbe Rüben

2 Zwiebel

Salz
Pfeffer
¼ Liter Glühwein

¼ Liter Wasser

3 – 4 Scheiben Speck oder Wammerl


Für die Soße:

5 Löffel Preiselbeeren

1 Becher süße Sahne

oder Creme Fraiche


Soßenlebkuchen oder

3 Scheiben Brot

evtl. etwas Mondamin zum Binden der Soße


Für die Spätzle:

250 g Quark

250 g Mehl

4 Eier

1 Prise Salz

Rosenkohl:
300 g Rosenkohl

50 g Butter

½ Tasse Semmelbrösel


etwas Salz nach Geschmack

Zur

Dekoration: Preiselbeeren

Orangenscheiben halbierte Birnen


Zubereitung der Beize:

Einen ausreichenden großen Topf mit Wasser füllen, soweit der Rehrücken nach dem „Einlegen“ gut Platz hat. Dazu Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, 2 Zwiebel, Salz, Nelken, 2 gelbe Rüben und die Essigessenz in den Topf geben, aufkochen und anschließend leicht abkühlen lassen. Vor dem Einlegen die Haut des Rehrückens abziehen, gut waschen und in den Sud einlegen.

Es sollte immer so viel Marinade (= Beize) gemacht werden, damit das eingelegte Fleisch immer ganz bedeckt ist.
Das eingelegte Fleisch zudecken und an einem kühlen Ort ca. 2-3 Tage ruhen lassen. (nicht im Kühlschrank)

Zubereitung des Rehrückens:


Den Ofen auf ca. 240 Grad Ober -und Unterhitze vorheizen. Den Rehrücken aus der Beize nehmen, nicht abtupfen, salzen, pfeffern und mit etwas Speck oder geräuchertem Wammerl bedecken. Mit 2 Zwiebeln und 2 gelben Rüben halb grob geschnitten, in einer vorgefetteten „Bratrain“ anbraten, dann mit ca. ¼ Liter Glühwein und ¼ Liter Wasser aufgießen. Durch das Kochen verdunstet der Alkohol, jedoch der gute Geschmack bleibt im Wildgericht enthalten. Nach ca. 25 Minuten die Hitze herunter drehen und den Braten bei 180 Grad garen lassen. Ca. alle 15 Minuten den Braten wenden und mit der Beize aus dem eingelegten Sud aufgießen.
Geben Sie in den Bratenfond nach der halben Garzeit entweder einen Soßenlebkuchen oder ca. 3 Scheiben Brot hinein, dies bindet die Soße. Lassen Sie den Braten ca. 1 ½ Stunden bei 180 Grad gut schmoren. Sobald sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen lässt, ist es „gar“. Den Rehrücken aus dem Bräter nehmen und die Soße durch ein Sieb passieren. Anschließend die Preiselbeeren und die Sahne dazugeben und vorsichtig heiß halten evtl. etwas Mondamin zum Binden verwenden. Anschließend die Soße noch 5 Minuten durchziehen lassen.

Zubereitung der Spätzle:

Quark, Mehl, Eier und Salz in eine Schüssel geben und alles gut miteinander verquirlen.
Einen großen Topf mit Wasser füllen und zum Kochen bringen; reichlich Salz dazugeben. Eine Schüssel und ein Sieb zum Abtropfen bereitstellen. Anschließend die Spätzle in das kochende Wasser mit einem Teigschaber durch ein grobes Reibeisen schaben oder einen Spätzlehobel verwenden. Sollten die Spätzle überkochen einfach kurz in das Wasser blasen, um dadurch das Überkochen zu verhindern. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen (ca. nach 3 – 5 Minuten), diese abseien aber nicht mit kaltem Wasser „abschrecken“, sonst bleibt die gute Soße nicht haften.

Zubereitung des Rosenkohls:

Die äußeren Blätter des Rosenkohls entfernen, die Röschen waschen und in heißem Wasser ca. 15. Minuten blanchieren (=kurze Zeit in kochendes Wasser geben). Anschließend diese abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. In einem Topf die Butter zerlassen, den Rosenkohl in einer Pfanne anschwitzen, die Semmelbrösel untermengen und mit Salz abschmecken.

Den Rehrücken in feine Scheiben, gegen die Faserung, schneiden. Jeweils 1 Teelöffel Preiselbeeren auf die Orangenscheiben und halben Birnen geben und diese auf dem Rehrücken drapieren (=anrichten). Im Anschluss mit den Beilagen servieren.

 

28 Okt

Rentierjagd in Grönland

Bogenjagd Expeditionen
Der Rentierbestand in Südgrönland ist seit längerer Zeit zu hoch. Auβerdem sind die Tiere hier bekannt für ihren etwas gröβeren Körperbau. Der Rhythmus der Tiere wechselt zwischen der mehrstündigen Futtersuche und der darauffolgenden Ruhepause. Ab Mitte August ist das ausgewachsene Geweih oft bereits gefegt. Rentiere legen sich normalerweise gegen den Wind mit Sicht nach vorne, während ihr hervorragender Geruchssinn auch den Raum nach hinten umfasst. Das Sehvermögen der Tiere ist jedoch nicht sehr ausgeprägt. Wir jagen nicht von der gleichen Umgebung aus, sondern verlagern uns jeweils dorthin, wo sich die Tiere befinden.

Am frühen Morgen kommen die Tiere zum Meer, um Salz zu lecken. Die Jagd beginnt daher typischerweise bei den Wechseln. Im Verlauf des Tages begeben wir uns ins Gebirge. Sobald die Rentiere gesichtet worden sind, wird die Strategie besprochen. Die besten Abschusschancen ergeben sich, während die Tiere ruhen, wobei man sich seitlich bis auf Schussweite an die Herde heranpirscht. Wenn sich die Tiere bewegen, versucht man sich um die Herde herum zum Ansitz nahe bei den Wechseln zu begeben. In gewissen Fällen kann ein Pirschjäger die Rentiere im Terrain weiter nach oben zu den Ansitzjägern drücken. Wird bereits in den ersten Tagen ein Rentier geschossen, können Sie extra Rentier kaufen oder wir bieten gratis eine Angeltour an.

Am Rande der Zivilisation

Die Vorbereitungen für Abenteuer am Rande der Zivilisation sind vielleicht etwas ungewohnt. Der Jagdführer ist für die Reintier, -Jagdführung verantwortlich. Der Treiber kennt das Gebiet und hilft beim Aufbrechen und Tragen der erlegten Tiere. Die Jagdreise wird vor allem unter Berücksichtigung der Bedingungen in der Wildnis, aber gleichzeitig so bequem und reibungslos wie möglich durchgeführt. Jagden auf Moschusochsen werden hauptsächlich mit Übernachtung in Hütte in der Wildnis organisiert. Dieses Jahr steht uns ein Tipi mit Feuerstelle zur Verfügung. Darin können wir sitzen, essen und aufrecht stehen. Für die Übernachtung stehen Expeditionszelte mit guten Platzverhältnissen und mehr Privatsphäre zur Verfügung.

Verpflegung:
Die Mahlzeiten im Camp bereiten wir aus frischen Zutaten zu, ergänzt mit Wild und Fischen. Das Moschusfleisch ist dunkel und erinnert im Geschmack an eine Mischung von Kalbfleisch und Wild. Auch Rentierfleisch ist sehr köstlich.

Reisen in Grönland:
In Grönland empfiehlt es sich, zur Berücksichtigung der Wetterverhältnisse sowohl vor wie nach der Tour ein paar Extratage einzuplanen. Dies ermöglicht auβerdem, mehr von Grönland zu sehen. Hier im Süden gibt es nebst Ruinen der alten Siedler beispielsweise warme Quellen. Bei einer Wassertemperatur von 38 Grad kann man hier mit Aussicht auf die Eisberge des Fjordes ein Bad nehmen. Die Bootsfahrt zum Jagdcamp dauert 4 Stunden und erfolgt mit modernen, schnellen, Zertifizierten Booten. Bei starken Wind oder Gross-Eis, muss der Bootstransfers auf besseres Wetter warten.

Einreisebestimmungen:
Für Grönland gelten die gleichen Einreise-, Pass- und Visumsbestimmungen wie für Dänemark. Für EU-Bürger genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass für einen touristischen Aufenthalt von bis zu drei Monaten.

Waffeneinfuhr – Bogen und Gewehr:
Ein Bogen ist wie eine Gewehr mitzubringen.
EU-Bürger mit europäischem Waffenschein können ihre Schusswaffe und dazugehörige Munition einführen. Voraussetzung ist, dass der Reisende eine Einladung zu einem Jagd- oder Schießwettbewerb vorweisen kann und die Wiedereinfuhr der Waffe nicht verboten ist. Verboten sind vollautomatische Waffen, sowie Halbautomatische- und Kurzwaffen. Sie sollten bedenken, dass Munition in Grönland nicht ohne weiteres zu kaufen ist, bitte rüsten Sie sich mit einer ausreichenden Menge aus.

Ausrüstung:
Das Wetter in Grönland kann sehr veränderlich sein. Obwohl wir im Sommer normalerweise schönes Wetter haben, ist nicht auszuschlieβen, dass dieses innerhalb weniger Stunden zwischen Hitzewelle und Kälte und Nässe wechseln kann. Es ist wichtig, Kleider für alle Situationen dabei zu haben. Ein Paar solide Wanderstiefel sollten zur Ausrüstung gehören, und die Stiefel sollten vor der Tour eingelaufen sein. Nimm nicht zu viel mit.